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Für die Begeisterten der Unterwasserwelt ist die Entdeckung dieser Meerestiefen
sehr interessant. An erster Stelle ist zu erwähnen, dass die Meeresbiologen
genau hier, bei Capo Sant’Andrea, beobachtet haben, dass sich das Seegras
Posidonia reproduziert, ein rarer Vorgang im oberen tyrrhenischen Meer,
der die Sauberkeit des Wassers bezeugt. Seine Früchte, kleinen Oliven
ähnlich (sie heißen denn auch „Meeroliven“), sind im Frühling sichtbar.
Der „Posidonieto“, die Fläche dieses Seegrases, ist ein idealer Lebensraum
für viele Fischarten, welche in großer Zahl vorhanden sind: Scharen kleiner
Seebrassen elektrisierender blauer Farbe schwärmen durch das satte Grün
des Seegrases, dann Lippfische, Pfeifenfische, Brassen, Salpen.
Auf dem Meeresgrund gibt es Seesterne und die Edle Steckmuschel.
Für Könner sind Tauchgänge in der Nähe der zur Hälfte im Wasser stehenden Felsen „Formiche della Zanca“ im Westen von Capo Sant’Andrea höchst interessant. Begibt man sich entlang der Außenseite 40 Meter in die Tiefe, sind Gorgonienfächer intensiver Farben zu sehen. Es ist ein Leichtes, auf Hummer, Muränen, Seeteufel und Zahnbrassen zu treffen. Mit ein wenig Glück kann man im Sommer sogar den Mondfisch sehen.
Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass bei Sant’Andrea zwei Wracks von Handelsschiffen der römischen Epoche gefunden worden sind. Das Erste, ganz nah bei der Küste und in nur 10 Metern Tiefe liegend, das Zweite, 193 Meter von der Küste entfernt und in einer Tiefe von 45 – 47 Metern. Das Erste transportierte Mahlsteine für Weizen, das Zweite mit Wein gefüllte Amphoren aus Kampanien. Viele aus den Wracks stammende Fundstücke sind im Archäologiemuseum in Marciana und jenem in Portoferraio ausgestellt. Trotz zahlreichen „Raubzügen“ von Schatzjägern in der Vergangenheit ist der Meeresgrund nach wie vor das natürliche Museum, welches diese beiden Schiffe und ihre Fracht beherbergt.
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