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DIE ARGONAUTEN
Vor langer Zeit waren die kleinen, geschliffenen Kieselsteine des Strandes „delle Ghiaie“, die wir heute noch vorfinden,
alle von weißer Farbe. Apollonio Rodio berichtet, dass die Argonauten, als sie auf der Suche nach dem goldenen
Vlies auf Elba anlegten, sich den Schweiß mit den Steinchen trockneten, welche sie auf dem Strand „delle Ghiaie“
fanden. Seither, so will es die Legende, sind die weißen Steinchen mit graublauen Tupfern versetzt. Die fabelähnliche
Erzählung ist ein typisches Beispiel einer Überlieferung der Episoden der Klassiker (Exodus, Sophokles, Herodot,
Strabon und andere) des Volksmundes, zeigt aber auch die Verbindung mit dem außergewöhnlichen Fund aus den Sechzigerjahren
des vergangenen Jahrhunderts von Schiffswracks, die auf der Höhe der „le Ghiaie“ unter Wasser liegen, und die Existenz
eines mythischen Hafens Argivo auf Elba bezeugen sollen.
DIE LEGENDE DER GROTTEN
Die Prinzessin Alba und der tapfere Ritter Sabino, in gegenseitiger leidenschaftlicher Liebe, die behindert werden sollte,
baten die Göttin Venus um Schutz. Diese empfahl ihnen die Insel Elba als sicheres Refugium, wenn, so die Bedingung,
im Wohnhaus der beiden ein ihr geweihter Altar stehen sollte. Da die jungen Leute dies vergaßen, ließ Venus Sabino
aus Rache das Gedächtnis verlieren. Von da an soll dieser wie ein Irrer durch die Insel gestreift sein, und Alba soll
sich, den Namen des Geliebten vergeblich rufend, am Ort ihres gemeinsamen, verlorenen Glücks verzehrt haben. Man erzahlt
sich, dass ihre Bittrufe bis heute zwischen den Überresten des römischen Wohnhauses bei den Grotten von Portoferraio hörbar seien.
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